• vollkommen du

vollkommen du – ein neuer Name

Ein ganz herzliches Willkommen auf meiner neuen Website und Blog :)!

Ich freue mich riesig, dass du auch diese Reise gemeinsam mit mir gehst.

Vor mehr als 2,5 Jahren, am 1. Mai 2018, habe ich meinen ersten Blogartikel veröffentlicht. Damals hieß mein Blog noch „kleiner Wachrüttler“. Und fast zwei Jahre später gab es dann einen neuen Namen und das erste Logo: multiple healings. Warum ändert sich also mein Name heute wieder?


Wir alle kennen das Sprichwort: „Alle guten Dinge sind drei“. Und das Gefühl habe ich bei mir auch. Wenn man sich die Entwicklung meines Namens anschaut, kann man auch sehr gut meine innere Entwicklung erkennen und nachvollziehen. Denn seit meiner Diagnose hat sich so einiges geändert. Deshalb nehme ich dich in diesem Artikel mit auf meine persönliche Reise, seitdem ich im November 2017 die Diagnose Multiple Sklerose erhalten habe.


Die Reise beginnt: mein kleiner bunter Wachrüttler


Die Zeit nach meiner Diagnose war eine absolute Achterbahnfahrt und es gab so viele Höhen und Tiefen. Als mich meine Eltern daraufhin an die Ostsee schickten, taufte ich bei einem Spaziergang am Strand meine MS „kleiner Wachrüttler“. Denn genau das war sie auch. Sie schüttelte mich so richtig wach und damit trat mein kleiner Wachrüttler in mein Leben. Er sah mich ganz erwartungsvoll und frech an und wollte, dass ich mich mit ihm auseinandersetze. Auch wenn sich anfangs so einiges in mir dagegen sträubte, fing ich doch im Rahmen von einem Coaching und einer Therapie damit an, und wir näherten uns langsam, aber sicher, an.


Und so wurden wir langsam Freunde und ich lernte meinen kleinen Wachrüttler schätzen. Denn ich erkannte, dass er FÜR MICH gekommen war und mir helfen wollte. Er wollte mir helfen, mich selbst wiederzufinden und wieder besser auf mich aufzupassen. Genau das tat ich dann auch, fing an freiberuflich zu arbeiten und alle möglichen Stressoren aus meinem Leben zu streichen. Ich achtete wieder mehr auf mich selbst und lernte, meine Bedürfnisse wertzuschätzen. Meine MS und der damit mir geschickte kleine Wachrüttler waren somit wie ein Befreiungsschlaf. Ich fühlte mich, als sei ich aufgewacht.


Da ich mir selbst immer näherkam, traute ich mich auch, immer mehr für mich selbst einzustehen, meinen Weg zu gehen und nicht einfach das zu tun, was meine Ärzte wollten. Sondern das, was mir gut tut. Und so setzte ich im Juni 2019 meine Basistherapie ab, wonach es mir so gut ging wie noch nie. Ich probierte alle möglichen alternativen Heilmethoden aus und entschied mich, im Februar 2020 auf Bali zu fliegen, um noch mehr über Heilung zu erfahren und mir eine längere Auszeit zu nehmen.


Finde deinen Weg zur Heilung: multiple healings


Auf Bali wurde mir schließlich immer klarer, wie wichtig es ist, dass wir alle unseren eigenen Weg gehen – insbesondere als MSler und chronisch Kranke. Denn wir allein kennen unseren Körper und uns selbst am besten. Wir können unsere Intuition spüren und hören. Wir wissen, was uns gut tut. Nicht unsere Ärzte. Deshalb ist es aus meiner Sicht so wichtig, mit den Ärzten zusammenzuarbeiten und über alles zu sprechen, was uns beschäftigt. Anstatt einfach zu tun, was der Arzt empfiehlt und im schlimmsten Fall noch aus der Angst heraus zu handeln.


Ich merkte, dass der Name meines Blogs nicht mehr zu mir und der Botschaft, die ich vermitteln wollte, passte. Denn genauso wie die MS oft als „Krankheit mit 1000 Gesichtern“ bezeichnet wird, gibt es auch die „Heilung der 1000 Wege“. Jedem hilft etwas anderes. Es gibt nicht DIE Lösung und deshalb dürfen wir uns auf den Weg machen und herausfinden, wie wir heilen können.


Somit taufte ich meine Website und Blog auf den Namen „multiple healings“. Denn dieser Name stand genau für diese Erkenntnis, die ich für mich gewonnen hatte und nach der ich lebte.


Doch dann kam im November 2020 mein dritter Schub, nachdem ich über 2,5 Jahre schubfrei gewesen war. Dieser Schub traf mitten hinein. Meine innere Achterbahnfahrt ging von Neuem los: Ich fragte mich, was mir mein Wachrüttler dieses Mal sagen wollte. Ich hatte doch eigentlich auf mich aufgepasst.

In dieser Zeit schossen mir unzählige Gedanken durch den Kopf und ich brauchte Zeit, um diese zu ordnen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich die ganze Zeit versucht hatte, die „perfekte Kranke“ zu sein und mir zu beweisen, dass MS ja sehr wohl heilbar ist. Dass das alles keine Einbahnstraße ist. Ich hatte mich wie verrannt und steckte fest.


Vieles, was ich tat, ging ich mit Druck an: gesunde Ernährung, Sport, alternative Heilweisen ausprobieren, Stress abbauen … Ich tat das alles für mich, aber mit der falschen inneren Einstellung. In meinem Kopf musste ich das alles perfekt und sofort machen und ich hatte oft ein schlechtes Gewissen, wenn es mal nicht so lief. Ich war so sehr auf die Heilung fokussiert, dass ich mich komplett darin verlor.


Schließlich wurde mir klar, dass das ständige Streben nach (Selbst-)Heilung einen auch sehr stressen kann. Die Frage ist eh, ob es den perfekten Zustand der Heilung gibt. Oder ob wir im Leben alle immer auf die eine oder andere Weise „krank“ sind, damit wir mehr über uns lernen und weiter wachsen können. Wenn wir ehrlich sind, sind wir nie komplett „heil“ oder „gesund – irgendwas ist immer sozusagen.


Nach meinem Schub spürte ich sehr stark in mir, dass ich etwas ändern will. Und das tat ich auch. Ich ließ „alle Fünfe gerade sein“ und entspannte mich einfach mal. Es gab nämlich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch viel „sollen“ und „müssen“. Ich muss gar nichts. Alles kann und darf, NICHTS muss. Diese Einsicht war wie ein zweites Aufatmen nach meiner Diagnose. Ich ließ alles los, den Druck, die Ansprüche – einfach alles und erklärte 2021 zu meinem „Einfach-sein-Jahr“.


Nach all‘ dem fühlte sich mein Name auch nicht mehr richtig an.


„vollkommen du“ war geboren


Bereits in meinem Coaching kurz nach der Diagnose wurde mir bewusst, wie sehr ich mich von mir selbst und meinem wahren Kern entfernt hatte. Ich stieß auf das folgende Zitat und es fühlte sich an, als würde Cooley mir direkt aus dem Herzen sprechen:


“I am not who I think I am;

I am not who you think I am;

I am who I think you think I am.”


Ich lebte somit mein ganzes Leben so, wie ich dachte, dass es andere von mir erwarten würden. Und wenn mich jemand fragte, was ich eigentlich will, konnte ich das gar nicht so genau sagen. Doch so wollte ich nicht mehr leben.


Deshalb fing ich Stück für Stück an, mich selbst neu kennenzulernen. Ich hörte in mich hinein und entdeckte meine innere Welt neu. Ich lernte, für mich einzustehen und erkannte, dass ich auch für mich selbst da sein muss, nicht immer nur für andere. Mir wurde klar, dass ich mein Leben so leben darf, wie ich es will und nicht wie ich denke, wie andere es gerne hätten.



Das alles war und ist ein langer Prozess, der ein Leben lang andauert und nie wirklich vorbei sein wird. Denn mit jeder Schicht, die ich abziehe, entdecke ich eine neue. Und so war auch die Schicht, die ich nach meinem dritten Schub entdeckte, sehr wichtig. Denn ich erkannte, dass ich mich in Bezug auf meine Heilung noch sehr unter Druck gesetzt hatte, anstatt das Ganze mit Leichtigkeit anzugehen.


Noch dazu steckt eine weitere wichtige Botschaft in meinem neuen Namen, denn in ihm steckt dieses Mal keine Andeutung an die MS. Als ich so darüber nachdachte, wurde mir einmal mehr klar, dass es letztendlich nicht um meine Krankheit geht. Denn die Multiple Sklerose ist das Symptom, aber die Ursache ist etwas ganz anderes. Die MS war in meinem Fall mein Wachrüttler, der mir mit einem riesigen winkenden Zaunpfahl (wohl eher dem ganzen Zaun) zeigte, dass es so nicht weitergeht und dass ich genauer hinschauen darf. Hinschauen, um herauszufinden, was meine Seele, Körper und Geist wirklich krank machte. Und in meinem Fall lag es daran, dass ich mich selbst verloren hatte und alles andere als vollkommen ich war.


Die Bedeutung hinter „vollkommen du“


Bei meiner Suche nach einem neuen Name wurde mit bewusst, dass mein Schlüssel zum erfüllten gesunden und entspannten Leben (mit MS) darin lag und liegt, einfach ich selbst zu sein. Und zwar aus vollstem Herzen. Dadurch, dass ich mir selbst erlaubt habe, MEIN Leben nach meinen Vorstellungen zu leben und einfach das zu tun, was sich richtig anfühlt, ging es mir immer besser und ich hatte immer weniger Symptome.


Da ich sehr früh spürte, dass ich andere Menschen gerne auf ihrem Weg begleiten möchte, fing ich im Oktober 2019 eine Coachingausbildung an, die ich im letzten Jahr abschloss. Dadurch habe ich jetzt die Möglichkeit, noch mehr meine Leidenschaft auszuleben. Ich kann nun Schritt für Schritt weniger als freiberufliche Dolmetscherin, Übersetzerin und Sprachlehrerin arbeiten und mehr als Coach andere Menschen unterstützen. Denn das ist es, was mich wirklich erfüllt und glücklich macht.


Die Arbeit als Coach ist für mich eine sehr große Bereicherung und ich bin für jeden einzelnen Menschen dankbar, den ich begleiten darf. Denn im Coaching geht es nicht darum, dass ich dir sage, was du tun sollst – ganz im Gegenteil. Als Coach weiß ich, dass du bereits alle Antworten und Lösungen in dir trägst, sie sind nur im Laufe der Jahre verschüttgegangen. Deshalb stehe ich dir als Wegbegleiter zur Seite, um sie wiederzufinden: in dir selbst.


Coaching ist für mich der Weg, um zu dir selbst zurückzukommen, bei dir anzukommen. Ich ermutige dich dazu, wieder ganz du selbst zu sein und aus vollstem Herzen zu leben. Denn genau deswegen bist du hier: um deinen ganz persönlichen Weg zu gehen und das zu tun, was dich erfüllt. Du hast es mehr als verdient, dich nicht für irgendjemanden oder irgendetwas zu verbiegen. Du hast es verdient, vollkommen du selbst zu sein. Und genau auf dieser Reise möchte ich dich als Coach und mit diesem Blog begleiten.


Wo die Reise hingeht


Ich werde weiterhin auf meinem Blog und auf Instagram über meinen Umgang mit der MS schreiben, aber auch Beiträge über Coachingmethoden und andere Tools sowie Ansätze mit dir teilen, die dir im Alltag helfen können.


Als Coach begleite ich dich dabei, deinen Weg zurück zu dir zu finden. Wir lösen gemeinsam Blockaden, Glaubenssätze, innere Antreiber und vieles mehr auf, damit du wieder vollkommen du selbst sein kannst. Außerdem arbeite ich auch als Coach für positive Krankheitsbewältigung, da mir das nach meiner Diagnose so sehr geholfen hat. Wenn du Interesse an einem Coaching hast, melde dich jederzeit bei mir. Ich biete immer wieder kostenlose Coachings an, falls du es dir nicht leisten kannst, oder auch Coaching zu einem günstigeren Preis für Studierende und Personen mit einem geringen Einkommen. Außerdem wird es auch Workshops, Seminare und kostenlose Onlinetreffen geben. Es bleibt also spannend ;)!


Ich freue mich auf alles, was die Zukunft bereithält und hoffe, dir mit meinem Blog und meiner Arbeit etwas auf deinem Weg mitgeben zu können. Vergiss bitte nie, dass du jedes Recht hast, „vollkommen du“ zu sein und dich nicht zu verstecken brauchst. Denn die Welt braucht dich genauso, wie du bist.


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